Die Aktivitäten des Jurahausvereins

Die Öffentlichkeitsarbeit des Jurahaushausvereins beinhaltet verschiedene Schwerpunkte:

  1.  Gute Praxisbeispiele zeigen, um Hausbesitzer zu Erhalt und Sanierung ihrer Jurahäuser zu motivieren, durch:
  • "Tage der offenen Jurahäuser", an denen Hausbesitzer seit 1997 ihre instand gesetzten Gebäude zeigen und damit positive Beispiele bieten
  • Kunst, Musik und Kleinkunst in privaten Jurahäusern
  • Unsere Fachzeitschrift "Das Jurahaus" gibt es seit 1995. Dort berichten u.a. Architekten und private Bauherren von der Instandsetzung ausgewählter Jurahäuser. Neben fachlichen Aspekten ist insbesondere durch die Berichte von Bauherren auch das emotionale Erlebnis der Sanierung eines Jahrhunderte alten Jurahauses und das Wohngefühl dort erfahrbar und dient der Motivation zur Nachahmung.
  1.  Öffentlichkeitsarbeit allgemein:
  • Herstellung und Vertrieb des vom Jurahausverein herausgegebenen Bildbands "Das Jurahaus - ein Bild von einem Haus" . Das Buch mit seiner strengen Schwarz-Weiß-Fotografie betont die unverwechselbare Ästhetik der Jurahäuser und zeigt damit die Besonderheit und Erhaltenswürdigkeit dieses Haustyps und seine Bedeutung für die Region.
  • Herstellung und Vertrieb der jährlich erscheinenden Fachzeitschrift "Das Jurahaus" in einer Auflage von 1800, die an die Mitglieder, regionale Buchhandlungen und auch an öffentliche Bibliotheken und mit dem Denkmalschutz befasste Behörden abgegeben wird
  • 2014 hat der Jurahausverein sein Museum Das Jurahaus in Eichstätt in einem Handwerkerhaus von 1657 eröffnet. Es zeigt die Baugeschichte, die Wohnbedingungen kleiner Leute und die Charakteristika der Jurahäuser und ihrer Steindächer.

Wir machen Angebote zur Erwachsenenbildung (Reihe „Lebendiges Museum“) und für Schulklassen. Kunstausstellungen und andere Wechselausstellungen ergänzen die Dauerausstellung. Spezielle Führungen für alle Jahrgangsstufen, angefangen von der "Museumsrallye" für Grundschüler bis zu den Oberstufen des Gymnasiums im Rahmen des Geschichts- und Sozialkundeunterrichts ("außerschulische Lernorte") werden angeboten.

Der Jurahausverein e.V. hat dieses Gebäude als einsturzgefährdete Bauruine 2009 von der Stadt Eichstätt erworben und in fünf Jahren vorbildhaft instandgesetzt. Die Instandsetzung wird in der Dauerausstellung des Museums beschrieben, ist im Gebäude teilweise sichtbar geblieben und kann damit als Beispiel für andere Instandsetzungen dienen.

  • Über ein Audiosystem werden Geschichten um das Steindach und die Geschichte des rund 350 Jahre alten Handwerkerhauses erzählt werden ("Storytelling"): Wie klingt die Arbeit im Steinbruch, wenn die Platten gebrochen werden, wie das Verlegen auf dem Dach, von welchen Lebensbedingungen "erzählen" die ehemaligen Bewohner des Hauses? Damit wird ein emotionaler Zugang zur Thematik möglich.
  • Weiterhin werden ästhetische und museumspädagogische Aspekte der traditionellen Dachdeckung und Bauweise durch die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kunstdidaktik der Universität Eichstätt betont (z.B. über eine gemeinsame Teilnahme an den Kulturtagen Eichstätt, von Mitarbeitern der Universität gestalteten Workshops)
  1.  Forschung und wissenschaftliche Publikationen:

Unsere jährlich erscheinende Fachzeitschrift "Das Jurahaus" soll auch die Veröffentlichung von aktuellen Forschungsergebnissen zum Jurahaus ermöglichen. Sie enthält regelmäßig wissenschaftliche Artikel zur Erforschung einzelner bedeutsamer Jurahäuser, der Geschichte des Haustyps, seiner Verbreitung, seiner konstruktiven Merkmale. Als Autoren seien beispielsweise Prof. Dr. Konrad Bedal, Prof. Johannes Geisenhof, und die Hausforscher Wolfgang und Walter Kirchner (Spezialgebiet mittelalterliche Jurahäuser) genannt. Weitere Autoren publizieren zu allgemeinen Themen des Denkmalschutzes.